Freitag, 13. Oktober 2017

12 von 12 (Oktober 2017)

Und nun ist es tatsächlich passiert, heute ist tatsächlich schon der 13. und ich habe zum (fast) ersten Mal noch nicht meine 12 Bilder vom 12. gezeigt, die allmonatlich bei draussen nur Kännchen (*Klick*) gesammelt werden.

Seit ein paar Wochen arbeite ich wieder und so bleibt tatsächlich am Ende des Tages nur noch wenig Zeit. Gestern dachte ich dennoch an den 12. und versuchte auch Bilder zu machen, es blieben aber nur verwackelte unscharfe Handybilder. Nun, so ist es manchmal leider, und dennoch möchte ich sie hier zeigen, denn schön kann ja jeder *g*

Der Tag beginnt mit dem Wecken des Sternchen, die mal wieder ihren Wecker nicht gestellt hat. Der Gatte und die Mini dürfen noch ein Ründchen schlafen.
Während sich also die Große für die Schule fertig macht, bereite ich Müsli vor und packe die Frühstücksbox. Heute darf sogar Süßes dabei sein, denn heute machen die Drittklässler einen Ausflug.


Das Sternchen verabschiedet sich nach dem Frühstück und saust mit ihrem Roller Richtung Schule. Ich räume in der Küche, blättere ein wenig in der Zeitung und dann kommen MiniStern und Gatte in die Küche.
Doch viel essen möchte die Kleine nicht, ihr Blick geht immer wieder zum Küchenfenster, denn draussen haben sich wieder unsere Maler versammelt, die bei uns und in der Nachbarschaft am Haus malern.
Damit der MiniStern besser gucken kann, hebe ich sie kurzerhand auf die Arbeitsplatte.


Sie quietscht vor Vergnügen! Als sie sich sattgesehen hat, können wir uns wieder dem richtigen Frühstück widmen. Ich gönne mir eine zweite Tasse Kaffee.


Anschliessend machen wir uns alle tagfein, ich telefoniere noch eine MiniRunde und dann geht es auch schon eiligst, nachdem ich das verflixte Impfheft der Kleinen gesucht und gefunden habe, los Richtung Kinderarzt.
Mit nur 5 minütiger Verspätung kommen wir an, doch leider prophezeit man uns eine längere Wartezeit, da soviele Notfälle hereingekommen wären.
Wir gehen also ins Wartezimmer.....spielen, Fische gucken im Aquarium und lesen.


Leider dauert es tatsächlich sehr lang und da ich die Wickeltasche nicht mitgenommen habe, schreibe ich dem Mister eine Nachricht, dass er uns noch flott Windeln vorbeibringen könnte *g*. Macht er.
Dann irgendwann geht es ins Behandlungszimmer, mit dem inzwischen eingetroffenen Gatten, und die vorerst letzte große Impfung findet statt.
Die Mini ist so unfassbar tapfer und lässt sich sofort beruhigen.
Also wir beim Kinderarzt raus sind, ist es bereits 11:30 Uhr! Der Weg führt uns aber erstmal nicht nach Hause, sondern zur Apotheke (wieder mit Wartezeit) und in die Drogerie. Da es bereits so spät ist, werfe ich meinen Plan zu kochen um. Stattdessen gibt es heute ein Hähnchen vom Grillwagen. Dort entdecke ich dieses Schildchen.


Nachdem wir zu Hause gegessen haben, hüpfe ich schnell unter die Dusche und mache mich fertig für die Arbeit, denn donnerstags arbeite ich nur am Nachmittag.
Währenddessen wickelt der Gatte die Kleine und packt ihre Sachen für die Tagesmutter.
Dann geht auch schon los: flott zur Tagesmutter gefahren, die müde Mini abgegeben mit dem Hinweis auf die vormittägliche Impfung, dann weiter in die nächste Stadt, um dort den Mister zu seinem Termin beim Kieferchirurgen zu bringen. Und schon geht es weiter für mich zur Arbeit.
Hier verfliegt der Nachmittag mit Telefonaten, Kundengesprächen und und und.


Gegen 19 Uhr ist dann auch endlich Feierabend und ich mache mich auf den Rückweg. Im Heimatstädtchen geht es nun aber erstmal zum Supermarkt: Punkt eins: Getränkekisten und Leergut wegbringen, neue Getränkekisten ins Auto wuchten.


Der zweite Punkt ist das Einkaufen von diversen Klenigkeiten.


Als ich zu Hause bin, ist es bereits fast 20 Uhr, der Mister ist offensichtlich beim Mini eingeschlafen, das Sternchen schaut noch eine Sendung an.
Die Große und ich erzählen noch vom Tag und ich esse derweil ein wenig Abendbrot (die Große war schon fertig).


Sie zeigt mir dann noch eine Einladung für eine Party, die sie erhalten hat.



Dann ist es Bettzeit für das Sternchen, die alles hervorragend alleine kann, und ich lege noch ein wenig Windelwäsche zusammen.


Der Mister gesellt sich dann auch wieder zu mir, wir erzählen und schauen später noch die Nachrichten.

Eigentlich wollte ich weiterstricken, doch ich müsste erst noch einmal neu anschlagen und so stecke ich das Nadelspiel doch wieder zurück in die Wolle.


Ich überlege noch kurz, ob ich die 12 Bilder verblogge, doch die Müdigkeit siegt....

Sonntag, 8. Oktober 2017

Vier Nordlichter in Bayern - Teil 2

Längst wollte ich gezeigt haben, was wir in der zweiten Urlaubswoche in Bayern so getrieben haben. Doch seit wir zurück sind, ist hier soviel los: ich arbeite wieder, alle waren irgendwann mal mehr mal weniger krank, der neue Alltag muss erst wieder gefunden werden und und und....
Nunja, den ersten Teil unseres diesjährigen Urlaubs könnt ihr auf jeden Fall hier (*Klick*) noch einmal nachlesen.

In der ersten Woche hatten wir extrem viel Glück mit dem Wetter, so daß wir täglich ausgiebige Touren starten konnten.
Auch die zweite Woche versprach hochsommerliche Temperaturen.
Weil wir aber auch die nähere Umgebung erkunden und das Sternchen ihren Kinderwanderpass befüllen wollte, entschieden wir uns mal wieder für einen ebenen Spazierweg.
Dieser ging den Isarwanderweg entlang, was sogar mit Kinderwagen gut machbar war.
Der Hinweg führte mehr oder weniger durch den Wald, doch gab es immer wieder Möglichkeiten an der Isar zu verweilen.



Das Sternchen war vor allem von den vielen Raftern angetan.



Nach einer kurzen Einkehr machten wir uns auf den Rückweg und legten eine lange Pause direkt an der Isar ein.
Beide Kinder waren total vom kühlen Nass begeistert und schwer zu überzeugen, später weiter zu gehen.



Am Zielort genossen wir noch die letzten Sonnenstrahlen auf einem ganz tollen Spielplatz.

Der nächste Tag gehörte dann wieder dem Berg, wobei es hier im Vergleich zu anderen Touren ein kurzer Aufstieg war. Das Ziel war die Reiseralm in Lenggries.
Hier konnte sich das Sternchen einen weiteren Stempel für ihren Pass holen.
Da wir wussten, dass es nur ein kurzer Weg werden würde, liessen wir uns auch gut Zeit. Der Weg führte uns direkt in den Wald, was bei den heissen Temperaturen sehr angenehm war.




Außerdem ging es immer am Wasser entlang, was beide Kinder besonders faszinierte.
Da für die Mädels zu einer Wanderung immer eine Brotzeit gehört, machten wir kurz vor der Alm eine Rast direkt am Weg, mit den Füßen im Wasser.
Das Sternchen baute kleine Staudämme, die Mini tappste im Wasser, gehalten von Papa.




Auf der Alm gab es nur ein kühles Getränk und einen tollen Ausblick. Die Mädchen vergnügten sich auf dem Spielplatz.



Der Abstieg erfolgte auf denselbem Weg wie der Hinweg, dieses Mal begleitet von Münchner Wanderern mit Hund, in den sich die Große sofort verliebte.
Als wir am Parkplatz des Braunecks ankamen, verabschiedeten wir uns und stellten mit Blick zum Berg fest, dass sich schon ganz schön etwas zusammenbraute. Da wir selbstverständlich zu Fuß ans Brauneck gekommen waren, starteten wir auch sofort den Rückweg, ohne dieses Mal am Spielplatz zu verweilen.
Als wir beim Konditor im Ort waren, tröpfelte es bereits, doch der große Regen kam erst, als wir alle gerade zur Haustür unserer Ferienwohnung schlüpften. Puh Glück gehabt. Und so gemütlich schmeckte uns die mitgebrachte Torte noch besser.



Als der Regen verzog, wollten wir noch das Versprechen für die Große einlösen: sie wollte so gern Sommerrodelbahn fahren. Gesagt getan: der MiniStern spazierte ein wenig mit mir umher und beobachtete die Kälber beim Grasen während der Gatte und das Sternchen ihre flotten Abfahrten wagten.

Für den kommenden Tag waren schwere Gewitter vorausgesagt, deswegen planten wir, früh mit der Bahn nach München zu fahren. Dort wollten wir uns mit einem Freund treffen und ein wenig durch München bummeln.
 
In München selbst war es zunächst sehr regnerisch und da wir ohnehin noch auf unseren Freund warten mussten, bummelten wir ein vom Stachus ausgehend durch die Straßen und shoppten ein wenig. Die Regenschauer verbrachten wir überwiegend in Kaufhäusern.
Als es dann zum Treffpunkt gehen sollte, kam auch wieder die Sonne heraus und wir erfreuten uns sofort am blauen Himmel am Marienplatz.



Der MiniStern beobachtete die Menschenmengen an der Hand unseres Freundes und die Große den ein oder anderen Künstler. Dazu genossen wir leckeres Eis.

Wir bummelten weiter durch die Straßen, aßen irgendwann Pizza zum Mittag, spazierten durch den Hofgarten vorbei an der Bayrischen Staatskanzlei Richtung Englischer Garten. So gern wollte ich dem Sternchen den Eisbach mit seinen Surfern zeigen. Und richtig: die Große war total gebannt und hätte vermutlich einige Stunden stehen und zusehen können.





So verbrachten wir dort eine ganze Weile bis es dann wieder Richtung Bahnhof ging.
Auf dem Rückweg in der Bahn peitschte auch der angekündigte Regen gegen die Scheiben.
An unserem Zielort allerdings war es schon wieder vorbei. Glück gehabt.


Der nächste Tag hatte wieder gigantisches Kaiserwetter im Gepäck. Daher war es klar, dass es wieder eine Bergwanderung geben würde.

Dieses Mal hatten wir uns den Blomberg/ Zwiesel ausgesucht, denn die Große wollte zu gern Sessellift fahren.
Okaaaay....für mich ist das ja alles eine ziemliche Überwindung muss ich zugeben. In der Gondel fühle ich mich allerdings noch sicherer....aber nun, also der Sessellift.
Ich war schon froh, dass ich es überhaupt schaffte unfallfrei Platz zu nehmen....und das Sternchen neben mir hatte, die sich köstlich über mich amüsierte. Und es ging immer höher und höher.....am liebsten wäre ich schon an der Mittelstation ausgestiegen.....doch die Aussicht war grandios. Das Sternchen und ich machten eine Menge Selfies....und so ging der Rest der Fahrt verhältnismässig flott vorbei. Puh.




Von dort führte unsere Wanderung zum Zwiesel, wirklich eine schöne Wanderung: von leichten Wegen bis hin zu leichten Kraxel-Einheiten, die auf einem tollen Berg enden. Bis zum Gipfelkreuz ging es sogar ein Stückchen barfuss! Und diese Aussicht war einfach soooo schön. Für mich eine der schönsten Touren überhaupt! Die Große und ich hätten dort Stunden verbringen können. Doch war es einfach zu warm und die Mini hätte dort nicht unfallfrei laufen können.



Also gingen wir etwas weiter hinab und landeten auf einer kleinen Alm. Hier gab es ein kühles Getränk und die Möglichkeit auch für Mini ein wenig zu laufen. Auch hier eine traumhafte Kulisse.






Der Abstieg bis zur Mittelstation war dank Erlebnispfad recht kurzweilig. Von dort ging es für den Gatten und das Sternchen per Rodelbahn ins Tal, ich bevorzugte mit dem MiniStern den Abstieg zu Fuß durch den schattigen Wald.

Auf unserem Rückweg zum Ferienort hielten wir zum Erfrischen noch an einer Badestelle am Tegernsee....es war herrlich dort diesen schönen Tag ausklingen lassen zu können.





Am nächsten Tag hatten wir mit Blick auf den Wetterbericht unsere letzte Wanderung geplant. Denn das sollte der letzte schöne Tag werden....so einigten wir uns auf das Wanderziel Bayrischzell.

Hier folgten wir dem Wendelstein-Männlein-Weg, der sehr abwechslungsreich ist. Wir lernten einiges über Totholz, spielten an der grünen Gumpe. staunten über wuchernde Farne, stiegen über Baumwurzeln hinauf und standen plötzlich inmitten von Wiesen.






Wir liefen den Weg weiter durch die hügelige Landschaft und machten Rast am Bergcafe Siglhof. Ein ganz toller Gasthof, insbesondere für die Kinder, die inmitten dieser schönen Kulisse auf einem Trecker, im Sand, auf der Schaukel oder einfach nur auf der Wiese spielen können. Beeindruckend waren allerdings besonders die Hühner, die dort frei herumliefen.





Der Rückweg führte wieder über die Wiesen in den Wald, von dort aber über einen anderen Abstiegsweg hinunter nach Bayrischzell, vorbei an einem schönen Wasserfall.

In Bayrischzell lösten wir ein weiteres Versprechen ein, und gingen zum Tagesabschluss ins örtliche Freibad. Ein kleines, aber feines Bad.



Doch leider mussten wir am Auto feststellen, dass das Lieblingskuscheltier der Mini verschwunden war. Zuletzt hatte ich es am Bergcafe gesehen. Bis heute ist der Wuffi nicht mehr aufgetaucht, doch noch am selben Abend habe ich im Internet Ersatz bestellt, welcher am Heimreisetag geliefert wurde. Was hat sie sich gefreut!
Wir vermuten, dass Wuffi irgendwo beim Abstieg aus dem Rucksack gefallen ist.....nunja, Ersatz ist hier und das ist was zählt.


Wie zu erwarten, war das Wetter am Folgetag nicht mehr so sonnig. Es war schwülwarm und es zogen immer mehr Wolken auf. Daher führte unser Weg uns nach Bad Tölz. Das ein oder andere Mitbringsel wollte geshoppt werden.
So schlenderten wir durch die Stadt, sahen uns den Klostergarten an und stöberten in den Geschäften.








Alles in allem eine sehr schöne Stadt, doch viel Zeit hatten wir nicht, denn schon bald fing es an zu regnen. So verbrachten wir einen schönen Nachmittag mit spielen, schlafen, kuscheln, häkeln und Film schauen in der Ferienwohnung.


Am Freitag goss es leider den ganzen Tag aus Eimern und dazu fieberte der MiniStern. Daher gab es keinen wirklichen Ausflug mehr. Vielmehr nutzte ich die Schlafphasen der Kleinen, um die ersten Taschen zu packen und aufzuräumen. Am Mittag tagte der Familienrat und wir entschieden, dass der Großen noch der Wunsch nach dem ortsansässigen Schwimmbad erfüllt wird mit dem Gatten (war eigentlich mit der ganzen Familie geplant) und ich ALLES einpacke während die Mini schläft. Wir wollten noch am selben Tag den weiten Weg nach Hause starten.
Und das taten wir auch: Ich hatte tatsächlich alles packen können, während der Gatte und das Sternchen schwommen. Nach ihrer Rückkehr verstauten wir alles im Auto und ich machte noch einmal die Ferienwohnung in Ordnung. Für die Kinder war es die richtige Entscheidung über Nacht nach Hause zu fahren und nicht am Tage. Der Gatte ist tatsächlich die gesamte Strecke gefahren, damit ich bei der Mini Händchen halten konnte. Eine ganz große Leistung von ihm wie ich finde! Ich wäre vermutlich längst beim Fahren eingeschlafen....

Und was ist unser Fazit von unserem diesjährigen Urlaub?

Wir kommen wieder! Die Ferienwohnung war sehr sehr schön und sauber, der Ort hat uns gut gefallen und die Wanderungen sowieso. Einzig den Ausflug nach München würde ich beim nächsten Mal anders planen. Ansonsten war es einfach ein toller Urlaub!

Donnerstag, 5. Oktober 2017

Tagebuchbloggen - 10.2017

Huch, schon der 5.? Das dachte ich mir heute morgen nach dem Blick auf mein Handy...und was heißt das? Tagebuchbloggen bei Frau Brüllen nach dem Motto: Was machst Du eigentlich den ganzen Tag? (*Klick*)


Mein Tag beginnt um halb sieben als der Gatte sich verabschiedet. Ich beschließe noch liegen zu bleiben und mich noch ein wenig an den MiniStern zu kuscheln.
Doch um viertel vor sieben muss ich mich doch aufraffen, denn das Sternchen hat scheinbar vergessen, sich den Wecker zu stellen.
Also wecke ich sie leise. Ich schlurfe ins Bad, ziehe mir was über. Draussen peitscht der Regen gegen die Scheiben.
Nach den bisherigen Wettervorhersagen soll es hier im Norden ein stürmischer Tag werden, vielleicht sogar mit Orkanstärke.
Während die Große sich fertig macht, gehe ich in die Küche, räume dort ein wenig vor mich hin und decke den Tisch, hole die Zeitung rein (joa, draussen ists schon ungemütlich).
Dann kommt auch das Sternchen. Sie isst Müsli, ich packe ihre Frühstücksbox und fülle ihr ein Getränk für die Schule ab.
Weil es dann doch schon wieder spät ist, packe ich alles in ihren Ranzen und lege Schuhe, Jacke, Mütze und Halstuch bereit.


Leicht abgehetzt kommt die Große dann aus dem Bad und ist froh, dass ich ihr alles schon bereit gelegt habe....und dann ist sie auch schon weg.

Da der MiniStern noch schläft, mache ich mir eine Tasse Kaffee und lese in der Tageszeitung.


Anschließend kann ich sogar noch ein wenig an der Jacke für das Sternchen stricken.
Gegen 9 Uhr meldet sich der MiniStern via Babyphone, ich gehe zu ihr und wir albern und kuscheln noch ein halbes Stündchen im Bett.
Nachdem ich sie gewickelt und angezogen habe, gibt es auch für sie Frühstücksmüsli.
Dann ruft mich der Haushalt: Wäsche in den Trockner, Wäsche in die Waschmaschine, Wäsche legen und bügeln. Der MiniStern wuselt währenddessen um mich herum.
Wir sehen uns später ein Bilderbuch an und spielen ein wenig im Wohnzimmer.
Gegen halb zwölf bereite ich das Essen für die Kleine vor. Sie isst heute mal wieder sehr gut und verputzt zum Nachtisch noch einen Großteil eines Lupinen-Joghurts. Derweil kann ich meine Portion Hühnerfrikassee essen.
Es bleibt noch ein wenig Zeit, um die Küche in Ordnung zu bringen, dann muss ich mich aber schon beeilen.
Etwas mehr als eine halbe Stunde bleibt mir nur noch, um zu duschen und mich für die Arbeit aufzuhübschen. Und den MiniStern wickeln. Sollte zu schaffen sein.

Als ich unter die Dusche springe, spielt die Mini im Bad. Ich versuche mich anzuziehen, doch die Mini heckt einen Blödsinn nach dem anderen aus....nunja, ein paar Minuten Verzug sind nicht schlimm.
Als ich gerade Strumpfhose und Top anhabe, klingelt es an der Haustür. Ich schnappe mir den MiniStern und laufe die Treppe herunter; der Hermes Bote...! Ich nehme noch flott zwei dicke schwere Pakete für die Nachbarn an... dann aber schnell wieder hoch ins Bad. Zeitverlust fünf Minuten...ich ziehe mich zu Ende an. Doch zum fönen komme ich erstmal nicht, denn nun ist dringend Wickelzeit für die Mini....unfassbar, ich muss sie tatsächlich komplett umziehen!! Und da sie Stoffwindeln trägt, muss die Windel auch gleich ausgespült werden. Zeitverlust weitere 5 Minuten.
Dann kann ich mich endlich fönen, das Schminken will ich im Auto übernehmen. Eilig packe ich alle Sachen zusammen, ziehe der Mini die Schuhe an und gehe mit ihr raus. Da ich die Arme und Hände voll habe, möchte ich erst alles ins Auto legen, und dann erst die Kleine ins Auto tragen. Zunächst bleibt sie stehen vor der Haustür, doch als ich wieder zwei Schritte auf sie zumache, setzt sie sich hin! Da es noch immer schüttet, ist ihre Hose hinten komplett durchnässt. Dennoch setze ich sie erstmal ins Auto, schliesse die Haustür auf und renne in ihr Zimmer, um eine trockene Hose zu holen.
Als ich ins Auto einsteige, ist es bereits viertel nach eins. Normalerweise bin ich dann schon längst auf dem Weg zur Arbeit. Nunja, ich fahre die drei Straßen weiter bis zur Tagesmutter, nehme die benötigten Sachen mit und trage den MiniStern zum Haus. Dort wird sie in Empfang genommen und ich darf mich schnell verabschieden. Im Gegensatz zu gestern und Montag winkt sie mir heute freudig zum Abschied.
Ich eile ins Auto. Es regnet noch immer. Und natürlich habe ich wieder laaaaaangsame Verkehrsteilnehmer vor mir. Der Wind wird auch stärker.
Im Nachbarort kann ich in der Ferne am Ortsende sehen, dass scheinbar gleich ein heftiges Unwetter hereinbrechen wird, wie ein Vorhang legt sich der Regen nieder. Und so ist es auch. Wie aus dem Nichts stürmt es plötzlich gewaltig und der Regen prasselt so gegen die Scheibe, dass ich fast nichts mehr sehen kann. Im Schneckentempo geht es auf der Landstraße weiter Richtung Autobahn.  Immer den Blick auf die Bäume gerichtet.


Auf der Autobahn ist die Sicht nicht besser, der Sturm peitscht über die Straße. Kurz darauf wird mein Auto von einer Wasserfontäne von der Gegenfahrbahn getroffen und ich kann überhaupt nichts mehr sehen und bin froh, dass Lenkrad festhalten zu können und langsam zu fahren. Das Herz klopft mir bis zum Hals, DAS war echt gefährlich! Zum Glück ist es nur ein kurzes Stück Autobahn. Doch die weitere Landstraße ist nicht ungefährlicher, überall liegt extrem viel Laub und dicke Äste. Noch immer stürmt und regnet es. Zwischen den letzten beiden Ortschaften liegt gar ein halber Baum auf der Straße...dann endlich erreiche ich mein Ziel und ich laufe vom Parkplatz schnell ins Gebäude.
Noch während ich meinen Arbeitsplatz vorbereite, höre ich draussen schon die Sirenen. Kein Wunder bei diesem Wetter!
Dann kann ich beginnen zu arbeiten, heute bin ich mit meinem Vorgesetzten allein. Draussen beruhigt sich über den Nachmittag das Wetter, es scheint sogar ein wenig die Sonne. Doch das heftige Unwetter bleibt auch bei unseren Kunden DAS Thema.
Um halb sieben ist dann endlich Feierabend für mich, wobei was heißt endlich? Der Nachmittag ging sehr schnell um. Nun mache ich mich auf den Rückweg. Am Wegesrand sind deutliche Spuren des mittäglichen Sturms zu sehen: Laub, Äste, Bäume, Unrat....

Um sieben Uhr stehe ich vor der Tür der Freundin des Sternchens. Ein kurzer Plausch mit der Freundin-Mama, eine Übernachtungsverabredung für morgen und schon sind die Große und ich samt Roller und Ranzen wieder im Auto.
Auf dem Rückweg halten wir noch beim Supermarkt, um noch ein paar Kleinigkeiten zu besorgen. Zum Glück alles in einer Regenpause.


Es ist viertel vor acht als wir ins Haus schleichen. Schleichen, weil der Gatte gerade mit der Einschlafbegleitung für den MiniStern beschäftigt ist.
Das Sternchen und ich verräumen die Einkäufe und setzen uns dann an den Tisch, essen Brötchen und quatschen über den Tag.
Irgendwann kommt der Mister dazu. Etwa um halb neun verabschiedet sich das Sternchen ins Bett, ich kann mein heute angekommenes Paket auspacken. Ich probiere noch ein paar Kleider, eine Hose und Stiefel an. Bei den Stiefeln bin ich unsicher und bitte das Sternchen noch einmal zu schauen. Wir sind uns beide einig, dass ich sie doch zurücksenden soll. Die Große geht nun endgültig ins Bett (es ist ja auch schon neun) und ich räume den Klamottenstapel weg.
Nachdem der Gatte und ich den Tisch abgedeckt haben, machen wir es uns im Wohnzimmer gemütlich. Wir beide haben eine anstrengende Woche fast hinter uns und sind ziemlich erschöpft.
Während ich hier tippe, ist der Mister schon ein wenig weggedöst...